Willem ten Asbroek, CEO von BizBloqs · 2. März 2026
Vor dem zweiten Quartal steigen in vielen Lagern die Auftragszahlen, die Saison wechselt, und die Erwartungen an Liefertreue werden strenger. Ein Frühjahrsputz im Lager heißt heute mehr als Regale aufräumen: Es geht um richtige Daten und saubere Abläufe. Q2 zeigt die Schwächen, die sich in Q1 eingeschlichen haben. Wer jetzt anfängt, ist im Vorteil.
Warum ein Frühjahrsputz im Lager sich lohnt
Im ersten Quartal sammeln sich kleine Ungenauigkeiten: ein Artikel auf dem falschen Platz, eine Korrektur von Hand, eine Zählung, die verschoben wurde. Solange wenig los ist, fällt das kaum auf. Steigen im Frühjahr die Mengen, werden aus kleinen Fehlern Lieferverzögerungen und leere Lagerplätze, wo eigentlich Ware sein sollte. Die folgenden fünf Schritte helfen Ihnen, Ihr Lager zu organisieren, bevor der Druck steigt.
Seitlich wischen, um die ganze Abbildung zu sehen.
1. Lager organisieren reicht nicht, wenn die Daten nicht stimmen
Regale umräumen bringt wenig, wenn das System danach etwas anderes sagt als das Regal. Jede Korrektur, die jemand von Hand einträgt, ist eine mögliche Quelle für Bestandsdifferenzen. Wer in Genauigkeit investiert, scannt jede Bewegung und sorgt dafür, dass Lager und ERP dieselben Zahlen haben.
Genau das macht ein Lagerverwaltungssystem wie BizBloqs: Jede Entnahme, jede Einlagerung, jede Zählung und jede Umlagerung ist sofort in allen Systemen sichtbar. Über die ERP-Schnittstelle bekommt auch die Buchhaltung den aktuellen Stand, ohne dass jemand Listen abgleicht.
2. Lagerdauer prüfen: Ladenhüter finden, bevor sie Q2 belasten
Ware, die sich nicht bewegt, ist eingefrorenes Kapital. Sie kostet Lagerplatz, Versicherung und Aufmerksamkeit, und sie belegt die Plätze, die Sie im Frühjahr für gefragte Artikel brauchen. Solche Artikel nennt man Ladenhüter. Sie abzubauen ist einer der schnellsten Wege, um den Lagerbestand zu optimieren und Geld freizumachen, bevor die Nachfrage anzieht.
BizBloqs liefert dafür einen Bericht zum Bestandsalter je Artikel und Charge: Er zeigt, wie lange Ware schon im Lager liegt. Mit dieser Auswertung der Lagerdauer sehen Sie auf einen Blick, welcher Altbestand reduziert, umgelagert oder abverkauft werden sollte.
3. Scannen statt abtippen: Datenmüll an der Quelle verhindern
Daten von Hand einzugeben bleibt eine der größten Fehlerquellen im Lager. Ein Zahlendreher in der Artikelnummer, eine falsche Menge, ein vergessener Lagerplatz: Jeder dieser Fehler landet im Bestand und taucht erst bei der nächsten Zählung oder beim Kunden wieder auf.
Mit dem Barcode wird das an der Quelle verhindert. Wer per MDE-Gerät scannt, erfasst automatisch den richtigen Artikel, die richtige Chargennummer und den richtigen Lagerplatz. BizBloqs unterstützt Scanner und MDE-Geräte und prüft jeden Scan sofort: Passt der Artikel nicht zum Auftrag oder zum Platz, meldet das Gerät es, bevor ein falsch etikettierter Artikel weiterwandert. Mit der Chargenverwaltung bleibt dabei auch jede Charge nachvollziehbar.
4. Permanente Inventur statt Stichtagsinventur: zählen, ohne das Lager anzuhalten
Viele kleine und mittlere Unternehmen schieben Zählungen vor sich her, weil sie Stillstand fürchten. Bei der klassischen Stichtagsinventur wird an einem Tag das ganze Lager gezählt, und in dieser Zeit wird nichts verschickt.
Es geht auch anders: Sie zählen laufend, Zone für Zone, in ruhigen Zeitfenstern, während der Rest des Lagers normal arbeitet. Das nennt man permanente Inventur; werden die Zählungen in festen Runden über die Lagerplätze verteilt, heißt das Verfahren zyklische Inventur. Laufende Zählungen in einem digitalen Ablauf verbessern die Bestandsgenauigkeit, ohne die Leistung des Lagers zu bremsen.
Die Inventur selbst ist in BizBloqs ein fester Ablauf: Mitarbeiter zählen per MDE-Gerät Lagerplatz für Lagerplatz, und das Ergebnis wird im Bestand verbucht. Wie oft und in welchen Runden Sie zählen und wie Sie Abweichungen nachgehen, ist dagegen eine Frage der Organisation; laufende Zählrunden sind eine allgemeine Methode, die Sie selbst einplanen. Ob Sie die permanente Inventur auch für den Jahresabschluss nutzen, stimmen Sie mit Ihrem Steuerberater ab.
5. Checkliste für ein schlankeres Lager im März
Teams, die mit einer festen Checkliste und regelmäßigen digitalen Prüfungen arbeiten, müssen weniger hinterherkorrigieren. Diese zehn Punkte können Sie sofort angehen:
- Veraltete Lagerplätze auflösen und Artikel nach Umschlag neu zuordnen.
- Die Auswertung der Lagerdauer prüfen und Artikel markieren, die älter als 90 Tage sind.
- Scannen beim Wareneingang und beim Warenausgang zur Pflicht machen.
- Die Anbindung zwischen ERP und Lager auf abweichende Einheiten, Artikelnummern und Preise prüfen.
- Zählungen nach Zonen in ruhigen Zeitfenstern durchführen.
- Artikelstammdaten prüfen, auch Lieferantenartikelnummern und Verpackungseinheiten.
- Pickwege prüfen: Führt die Route über den kürzesten Weg?
- Die Lagerplätze der 50 bis 100 meistgefragten Artikel optimieren. Artikel nach Umschlag auf die besten Plätze zu legen, nennt man Slotting; BizBloqs bietet dafür eine Slotting-Analyse.
- Arbeitsanweisungen für Wareneingang, Einlagerung und Retouren aktualisieren.
- Dashboards und Kennzahlen durchgehen: Wegezeit, Zeit vom Auftrag bis zum Versand, Einlagerungsgeschwindigkeit und Genauigkeit.
Wer seine Kommissionierung zusätzlich nach Bereichen aufteilt, kann die Zählungen gut mit der Zonenkommissionierung verbinden, die BizBloqs ebenfalls unterstützt: Gezählt wird die Zone, in der gerade wenig zu tun ist.
Was ein Frühjahrsputz im Lager in der Praxis bewirkt
Zwei Kunden von BizBloqs zeigen, wohin der Weg führt. KTC ist im Lebensmittelgroßhandel von einer Abwicklung auf Papier zu vollständig digitalen Abläufen gewechselt. Caressi hat die Arbeit in mehreren Lagern auf Scanner umgestellt, als die Abläufe komplexer wurden; wie Sie Ihr Lager digitalisieren, zeigt dieser Fall Schritt für Schritt. Weitere Beispiele finden Sie in den Referenzen unserer Kunden.
Wie BizBloqs diese Schritte unterstützt
- Neue Kanäle, Lager und Mitarbeiter mit wenigen Klicks hinzufügen
- Mit weniger Personal mehr schaffen, durch geführte und automatisierte Abläufe
- Lagerplätze genau verfolgen und optimieren, statt zu schätzen
- Nachvollziehbarkeit stärken und Datenmüll schon an der Quelle verhindern
Für die Lagerverwaltung für KMU heißt das: Der Frühjahrsputz ist kein einmaliges Projekt, sondern wird Teil des Alltags.
Zwei Fragen zu Ihrem eigenen Lager
- Wann haben Sie zuletzt einen Lagerplatz gezählt, und hat das Ergebnis mit dem System übereingestimmt?
- Wie viele Artikel liegen bei Ihnen seit mehr als 90 Tagen unbewegt, und wie viel Platz belegen sie?
Ein guter Frühjahrsputz fängt mit Messen an. Was Ihnen genauere Bestände und kürzere Wege bringen, schätzen Sie mit dem ROI-Rechner ab.
Sie möchten sehen, wie Inventur, Bestandsalter und Scannen bei BizBloqs funktionieren? Demo buchen



