B2B Logistik im Großhandel: viele Wege rein, ein Ablauf raus
B2B Logistik im Großhandel heißt hohe Mengen, dünne Margen und Kunden mit eigenen Vereinbarungen. Der eine bestellt per EDI, der nächste im Portal, der dritte ruft an, und der Außendienst schreibt Aufträge auf dem Tablet. Jeder Weg hat seinen eigenen Ablauf im Lager, und jeder Ablauf hat seine eigenen Fehler.
Diese Seite ist für Großhändler mit eigenem Lager, die an Fachhandel, Industrie, Gastronomie oder Handwerk liefern. Für Sortimente mit vielen ähnlichen Teilen gibt es eine eigene Seite: Technischer Großhandel.
Typische Probleme in der B2B Logistik
- Jeder Bestellweg hat einen eigenen Ablauf. EDI-Aufträge laufen anders als telefonische.
- Kundenvereinbarungen stehen nur im Kopf. Wer nur volle Lagen nimmt, wer nur dienstags beliefert wird, wer Komplettlieferung will.
- Rückstände werden vergessen. Der Rest einer Teillieferung taucht nie wieder auf.
- Lieferfenster werden verpasst. Weil der Auftrag zu spät freigegeben wurde.
- Gesperrte Kunden bekommen trotzdem Ware. Weil das Lager von der Sperre nichts wusste.
Ein Auftragspool für alle Wege
Ob EDI, Portal, Telefon oder Außendienst: Alle Aufträge landen im selben Pool und laufen ab dann gleich durchs Lager. Größere Handelspartner senden per EDI Anbindung im Format EDIFACT, Geschäftskunden bestellen im B2B-Portal, und telefonische Aufträge werden im ERP erfasst. Mehr unter Auftragsmanagement Software.
Seitlich wischen, um die ganze Abbildung zu sehen.
Wie ein Lagerverwaltungssystem hilft
Sperren und Freigeben. Ein Auftrag, den die Buchhaltung im ERP wegen des Kreditlimits sperrt, wird im Lager nicht kommissioniert, bis er freigegeben ist. Dafür sorgt das Lagerverwaltungssystem.
Rückstände automatisch nachliefern. Fehlt ein Artikel, geht der Rest raus und der fehlende Teil wird als Backorder geführt. Kommt die Ware, wird der Rückstand freigegeben.
Teil- und Komplettlieferungen nach Kundenwunsch. Wer nur vollständige Lieferungen annimmt, bekommt keine Teillieferung.
Viele Aufträge in einem Rundgang. Kleinere Aufträge werden gebündelt kommissioniert.
Paletten mit SSCC und Lieferavis. Paletten werden mit SSCC gekennzeichnet, und das Lieferavis (DESADV) geht per EDI an den Kunden.
Preise, Rabatte und Kreditlimits bleiben im ERP. Dafür ist das ERP da, angebunden über die ERP-Schnittstelle; das Lagerverwaltungssystem sorgt dafür, dass im Lager das passiert, was dort entschieden wurde.
Zwei Fragen zu Ihrem eigenen Lager
Wie viele Rückstände aus Teillieferungen sind gerade offen, und wer behält sie im Blick?
Wie oft wurde im letzten Quartal ein Lieferfenster bei einem Handelskunden verpasst?
- Was ist B2B Logistik?
- Die Logistik zwischen Unternehmen: Ein Großhändler beliefert Fachhandel, Industrie, Gastronomie oder Handwerk, in hohen Mengen und nach festen Kundenvereinbarungen.
- Wie verarbeite ich Aufträge per EDI, Portal und Telefon gleich?
- Indem alle im selben Auftragspool landen. EDI- und Portalaufträge kommen automatisch, telefonische und E-Mail-Aufträge werden im ERP oder im Portal erfasst. Ab dann läuft jeder Auftrag gleich durchs Lager.
- Was passiert mit Rückständen?
- Fehlt ein Artikel, wird der Rest geliefert und der fehlende Teil als Rückstand geführt. Sobald die Ware eintrifft, wird der Rückstand zur Auslieferung freigegeben.
- Wer prüft Kreditlimits?
- Das ERP. Das Lagerverwaltungssystem sorgt dafür, dass ein gesperrter Auftrag nicht kommissioniert wird, bis die Buchhaltung ihn freigibt.