Luxusgüter im Lager: jedes Stück nachvollziehbar, keine Lücke für den Graumarkt

Eine Uhr, eine Handtasche, ein Schmuckstück: Bei Luxusgütern ist jedes Stück ein Einzelstück, auch wenn es zwanzig vom selben Modell gibt. Trotzdem werden sie in vielen Lagern wie Massenware geführt, als Menge je Artikel. Wo genau Stück Nummer 17 liegt, an welchen Händler es ging und ob das Zertifikat dabei war, weiß dann niemand sicher. Genau diese Lücke nutzt der Graumarkt.

Diese Seite ist für Marken, Distributoren und Händler von Uhren, Schmuck, Lederwaren, Mode und anderen hochwertigen Gütern mit eigenem Lager.

Typische Probleme

  • Hochwertige Ware wird wie normale Ware behandelt. Gleiche Lagerplätze, gleiche Abläufe, gleiche Zugriffe.
  • Zertifikate und Herkunftsnachweise liegen getrennt. Im Ordner, nicht beim Stück.
  • Sicherheit hängt nur am Schloss. Wer im Lager arbeitet, kommt an alles.
  • Einzelstücke werden als Mengen geführt. Das System weiß, dass zwanzig da sind, aber nicht, welche.
  • Reparaturen und Retouren laufen außerhalb des Systems. Ein Stück geht zur Uhrmacherwerkstatt und taucht im Bestand nicht mehr auf.

Graumarkt und Produktpiraterie: was das Lager beiträgt

Der Graumarkt lebt davon, dass niemand nachvollziehen kann, über welchen Weg echte Ware in nicht autorisierte Kanäle gelangt. Produktpiraterie lebt davon, dass echte und gefälschte Stücke nicht zu unterscheiden sind. Beides wird schwieriger, wenn jedes echte Stück eindeutig erfasst ist und seine Spur vom Hersteller bis zum Händler dokumentiert ist. Bei Uhren ist der Graumarkt besonders verbreitet: Echte Stücke tauchen bei Händlern auf, die nie beliefert wurden.

FIGUR 1Die Spur eines Stücks

Seitlich wischen, um die ganze Abbildung zu sehen.

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Wie ein Lagerverwaltungssystem hilft

Jedes Stück mit Seriennummer. Jede Seriennummer wird beim Wareneingang und beim Versand gescannt. Das System weiß nicht nur, wie viele da sind, sondern welche.

RFID, wo es sinnvoll ist. Mit RFID lassen sich Stücke erfassen, ohne jedes einzeln in die Hand zu nehmen, etwa bei der Inventur eines Tresorbereichs.

Rechte für Mitarbeiter. Benutzerrechte legen fest, wer welche Aufgaben im System ausführen darf.

Lückenlose Spur. Jede Bewegung wird mit Mitarbeiter, Ort und Zeit gespeichert. Bei einem Verlust oder einer Reklamation ist die Kette nachvollziehbar.

Prüfung mit Foto. Beim Wareneingang und bei Retouren werden Zustand und Details mit Foto dokumentiert. Gerade bei Rücksendungen im Onlinehandel lässt sich so belegen, in welchem Zustand ein Stück das Haus verlassen hat.

Reparaturen und Retouren im System. Rücksendungen werden geprüft und eingestuft (Retourenabwicklung); ein Stück in der Werkstatt bleibt im Bestand sichtbar.

Mehrere Lager, ein Bild. Ob Zentrallager, Boutique oder Showroom: Der Bestand wird über alle Standorte geführt.

Für Mode allgemein: Textillogistik.

Zwei Fragen zu Ihrem eigenen Lager

Wenn ein Stück Ihrer Marke bei einem nicht autorisierten Händler auftaucht: Können Sie herausfinden, an wen Sie es geliefert haben?

Wie viele Ihrer Stücke sind gerade in Reparatur, und wo steht das?

Was bedeutet Graumarkt?
Graumarkt (auch grauer Markt, englisch Grey Market) bezeichnet den Verkauf echter Markenware außerhalb der autorisierten Vertriebswege, etwa wenn Ware, die für einen Markt bestimmt war, in einem anderen auftaucht. Wer jedes Stück mit Seriennummer an einen bestimmten Kunden liefert, kann nachvollziehen, über welchen Weg es in den Graumarkt gelangt ist.
Wie hilft das Lager gegen Produktpiraterie?
Indem jedes echte Stück eindeutig erfasst ist. Taucht eine Fälschung mit einer Seriennummer auf, die es nie gab oder die schon an einen anderen Kunden ging, ist der Betrug belegbar.
Wo bewahre ich Echtheitszertifikate auf?
Sie gehören zum einzelnen Stück, nicht in einen Ordner. Ist das Stück mit Seriennummer im System erfasst, lässt sich das Zertifikat eindeutig zuordnen und mit der Ware ausliefern.

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