Verpackungslogistik und Papierlogistik: jede Rolle, jeder Rest im Blick

In der Verpackungslogistik ist die einzelne Rolle die eigentliche Einheit. Sie hat eine Grammatur, eine Breite, einen Durchmesser und eine Charge der Papierfabrik. Steht das nur auf einem handgeschriebenen Zettel, ist das Wissen weg, sobald der Zettel abfällt. Noch schwieriger wird es mit Restrollen: halb verbraucht, irgendwo abgestellt, und beim nächsten Auftrag wird eine neue angebrochen.

Diese Seite ist für Papierhändler, Verpackungshersteller und Weiterverarbeiter mit eigenem Lager.

Typische Probleme in der Papierlogistik und Verpackungslogistik

  • Rollen sind nur handschriftlich gekennzeichnet. Die Daten aus der Produktion gehen verloren.
  • Restrollen verschwinden aus dem Bestand. Sie stehen irgendwo, aber niemand findet sie.
  • Verbrauch wird nachträglich gemeldet. Was an der Maschine verbraucht wurde, passt nie ganz zum Plan.
  • Kundenspezifische Ware liegt im allgemeinen Bestand. Bedruckte Kartons für einen Kunden gehen an einen anderen.
  • Schäden fallen erst beim Versand auf. Eine Rolle, die mit der Klammer beschädigt wurde, wird erst an der Rampe bemerkt.
  • Sperrige Paletten werden ohne Plan verladen. Der Lkw fährt halb leer.

Wie ein Lagerverwaltungssystem die Verpackungslogistik ordnet

Ein Barcode je Rolle. Beim Wareneingang bekommt jede Rolle ein eigenes Etikett, verknüpft mit ihren Merkmalen und der Charge der Papierfabrik. Ab dann ist jede Bewegung nachvollziehbar, wie bei einer Seriennummer.

FIGUR 1Lebenslauf einer Rolle

Seitlich wischen, um die ganze Abbildung zu sehen.

GrammaturBreiteDurchmesserCharge der PapierfabrikMaschineRestrolle: zurückgebucht,auf Platz gescanntnächster passenderAuftrag

Restrollen zurückbuchen. Nach dem Einsatz wird die Restrolle mit ihrer neuen Menge zurückgebucht und auf einen Platz gescannt. Sie bleibt im Bestand und kann beim nächsten passenden Auftrag genutzt werden.

Kundenbestände reservieren. Ware, die für einen Kunden produziert wurde, wird für ihn reserviert und nach seinen Abrufen ausgeliefert.

Schäden dokumentieren. Beschädigte Rollen und Paletten werden mit Foto erfasst und bewusst eingestuft: weiterverwenden, abwerten oder entsorgen.

Weiterverarbeitung mit Stückliste. Wo aus Rollen oder Bogen neue Produkte entstehen, werden die Einsatzmaterialien über eine Stückliste abgebucht und das Ergebnis zugebucht.

Chargen bleiben erhalten. Damit Farbe und Qualität bei Nachbestellungen gleich bleiben, ist bekannt, aus welcher Charge eine Lieferung stammt.

Mehr zur Chargenverwaltung und zu allen weiteren Funktionen.

Zwei Fragen zu Ihrem eigenen Lager

Wie viele Restrollen stehen gerade in Ihrem Lager, und wie viele davon kennt Ihr System?

Wie oft wurde im letzten Quartal kundenspezifische Ware an den falschen Kunden geliefert oder zu spät gefunden?

Wie verfolge ich Papierrollen einzeln?
Jede Rolle bekommt beim Wareneingang ein eigenes Barcode-Etikett, verknüpft mit Grammatur, Breite, Durchmesser und Charge der Papierfabrik. Ab dann ist jede Bewegung dieser Rolle nachvollziehbar.
Wie verhindere ich, dass Restrollen verschwinden?
Indem die Restrolle nach dem Einsatz mit ihrer neuen Länge oder ihrem Gewicht zurückgebucht und auf einen Platz gescannt wird. Dann taucht sie beim nächsten passenden Auftrag wieder auf.
Wie trenne ich Lagerbestand, der Kunden gehört?
Ware, die für einen Kunden produziert und für ihn eingelagert wird, wird für diesen Kunden reserviert. So geht sie nicht versehentlich an einen anderen.
Wie lagere ich unterschiedliche Verpackungsarten im selben Lager?
Jede Verpackungsart bekommt ihre eigenen Lagerplätze: Rollen einzeln mit Barcode-Etikett, Bogen und Kartons auf Paletten. Ware, die für einen Kunden produziert wurde, wird für ihn reserviert. So bleibt der Bestand je Art und je Kunde verlässlich.

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