Willem ten Asbroek, CEO von BizBloqs · 26. Juni 2024
Ein Kunde bestellt, und am nächsten Tag soll das Paket bei ihm sein. Dazwischen liegen ein halbes Dutzend Schritte im Lager, und an jedem kann etwas schiefgehen. Dieser Beitrag zeigt, wie die Lagerlogistik vom Auftrag bis zur Zustellung abläuft und wie die passende Software jeden Schritt sicherer macht.
Was zwischen Auftrag und Zustellung im Lager passiert
Lagerlogistik ist alles, was mit der Ware im Lager passiert: Ware annehmen, einlagern, den Bestand führen, Aufträge kommissionieren, verpacken und versenden. Das Ziel ist einfach: der richtige Artikel, in der richtigen Menge, pünktlich beim Kunden.
Wer das mit Papier und Excel steuert, kennt die Probleme. Aufträge werden abgetippt, Bestände stimmen nicht, Mitarbeiter suchen Ware. Ein Lagerverwaltungssystem (LVS) ersetzt das durch Barcode, Scanner und einen digitalen Bestand. Es unterstützt die Bestandsführung, verfolgt jeden Artikel und koordiniert den Versand. So behalten Sie die volle Kontrolle über Ihre Lagerprozesse, vom Wareneingang bis zum Warenausgang.
Weniger Fehler durch weniger Handarbeit
Der größte Gewinn eines Lagerverwaltungssystems ist, dass weniger Fehler passieren. Wo niemand mehr Daten von Hand eintippt, kann sich auch niemand vertippen. Die Lieferungen werden verlässlicher, und Ihre Kunden sind zufriedener.
Dazu kommt der Bestand in Echtzeit. Jede Entnahme und jede Einlagerung wird sofort gebucht. Ändert sich die Nachfrage, sehen Sie es sofort und können reagieren. Das senkt die Kosten im laufenden Betrieb.
Zusammenspiel mit ERP und mobilen Geräten
Ein gutes Lagerverwaltungssystem arbeitet nicht allein. Über die Anbindung an Ihr ERP laufen Bestand, Lagerprozesse und Finanzdaten an einer Stelle zusammen. BizBloqs ist unter anderem an Exact Online, Business Central und SAP Business One angebunden. Das ERP bleibt für Buchhaltung und Rechnung zuständig, das Lagerverwaltungssystem für das, was im Lager passiert.
Im Lager selbst arbeiten die Mitarbeiter mit dem MDE-Gerät oder dem Smartphone statt mit Papierlisten. Diese Mobile Lagerverwaltung macht sie beweglicher: Sie sehen ihre Aufgaben dort, wo sie gerade stehen, und buchen sofort.
Bessere Auftragsbearbeitung und genauer Bestand
Mit Barcode und mobilem Gerät finden die Mitarbeiter jeden Artikel schnell und greifen den richtigen. Status von Auftrag und Bestand sind jederzeit aktuell. So erkennen Sie früh, wenn ein Artikel knapp wird, und verhindern einen Fehlbestand, bevor der Kunde ihn bemerkt.
Gleichzeitig verhindert der genaue Überblick, dass zu viel Ware im Lager liegt oder Artikel veralten. Das spart Kosten und Platz. Das System berechnet außerdem kurze Wege für die Kommissionierung und für jede Warenbewegung. Das senkt die Fehler und erhöht die Leistung im ganzen Lager.
Vom Auftrag bis zum Warenausgang: die Schritte im Lager
So läuft ein Auftrag durch das Lager, Schritt für Schritt.
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Schritt 1: Auftrag annehmen und bearbeiten
Bestellt ein Kunde, landet der Auftrag direkt im System, ob aus dem Shop, vom Marktplatz oder aus dem ERP. Eine Software für die Auftragsabwicklung und die Marktplatz-Anbindung für Amazon.de, Otto oder Kaufland sorgen dafür, dass niemand etwas abtippen muss. Bei der Auftragsbearbeitung prüft das System, ob alle Angaben vollständig und richtig sind: Artikel, Mengen und Lieferadresse. So entstehen weniger Fehler, gerade in der Webshop Logistik mit vielen kleinen Aufträgen.
Schritt 2: Bestand prüfen
Danach prüft das System automatisch den Bestand. Weil jede Bewegung sofort gebucht wird, weiß es jederzeit, welche Artikel vorrätig sind und auf welchem Lagerplatz sie liegen. Fehlt etwas, sehen Sie es, bevor der Mitarbeiter vergeblich zum Regal läuft.
Schritt 3: Kommissionieren
Für die Kommissionierung erhält der Mitarbeiter eine digitale Pickliste auf dem MDE-Gerät. Das System legt die Reihenfolge so fest, dass die Laufwege kurz bleiben. Jeder Griff wird per Barcode bestätigt. Liegt der falsche Artikel in der Hand, meldet das Gerät es sofort.
Schritt 4: Verpacken und Versandvorbereitung
Ist alles gesammelt, führt das System durch das Verpacken: welcher Karton, welches Füllmaterial, welche Kennzeichnung. Mit der Waagenanbindung von BizBloqs wird das Gewicht beim Verpacken erfasst und mit dem erwarteten Gewicht verglichen; das ist eine einfache Warenausgangskontrolle. Weicht es ab, fällt ein fehlender oder falscher Artikel noch am Packtisch auf. Dieser Ablauf heißt auch Pick and Pack.
Schritt 5: Warenausgang und Versand
Zur Versandvorbereitung gehört das Papier: Das System erstellt Lieferschein und Versandetikett automatisch. Über Versandplattformen wie Sendcloud oder nShift gehen die Pakete an Versanddienstleister wie DHL, DPD, GLS oder Hermes. BizBloqs zeigt dabei das Cut-off-Risiko je Versanddienstleister: welche Aufträge die Abholzeit zu verpassen drohen. So können Sie umplanen, bevor der Lkw ohne die Pakete abfährt.
Sendungsverfolgung und Kundenkommunikation
Nach dem Warenausgang geht die Information weiter. Sie und Ihr Kunde sehen den Status der Sendung vom Versand bis zur Zustellung. Das schafft Transparenz, spart Rückfragen beim Kundenservice und macht Ihre Kunden zufriedener.
Fazit
Echtzeitbestand, eine geführte Kommissionierung, sauberes Verpacken und die Anbindung an Versanddienstleister: Ein Lagerverwaltungssystem macht den Weg bis zum Warenausgang planbar, von der Auftragsbearbeitung bis zur Zustellung. Das senkt die Kosten im Betrieb und erhöht die Zufriedenheit Ihrer Kunden. Für Unternehmen, die ihre Lagerprozesse verbessern wollen, ist es deshalb kein Extra, sondern die Grundlage.
Zwei Fragen zu Ihrem eigenen Warenausgang
- An welchem der fünf Schritte geht bei Ihnen heute die meiste Zeit verloren?
- Wie oft merken Sie einen falschen oder fehlenden Artikel erst, wenn der Kunde sich meldet?
Was ein durchgängiger Ablauf vom Auftrag bis zum Warenausgang für Ihr Lager bedeutet, können Sie mit dem ROI-Rechner anhand Ihrer eigenen Zahlen abschätzen.
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