abfallmanagement im lager: weniger abfall, weniger kosten

Home / Blog / Abfallmanagement im Lager: weniger Abfall, weniger Kosten

Willem ten Asbroek · Veröffentlicht · 10:00

Willem ten Asbroek, CEO von BizBloqs · 3. Juli 2024

Wie viel Abfall verlässt Ihr Lager jede Woche? Kartonagen, Folie, kaputte Paletten, abgelaufene Ware. Gutes Abfallmanagement entlastet die Umwelt und senkt die Kosten. Dieser Beitrag zeigt, was die Gewerbeabfallverordnung verlangt, wie Abfalltrennung im Alltag funktioniert und warum der größte Hebel bei der Abfallvermeidung im Bestand liegt.

Was ist Abfallmanagement im Lager?

Abfallmanagement im Lager umfasst alles, was mit dem Abfall im Betrieb passiert: sammeln, trennen, aufbereiten und umweltgerecht entsorgen. Gut gemacht, wird der ökologische Fußabdruck kleiner und der Arbeitsplatz sauberer und sicherer.

Zwei Gründe sprechen dafür, das Thema ernst zu nehmen.

Die Umwelt. Viel Abfall landet noch immer auf der Deponie oder in der Verbrennung. Auf Deponien können Schadstoffe in Boden und Wasser gelangen. Wer sauber trennt, sorgt dafür, dass Papier, Glas und Kunststoff recycelt werden. Das ist der Kern der Kreislaufwirtschaft.

Die Kosten. Jede Tonne Abfall muss abgeholt, transportiert und verarbeitet werden. Wer seine Abfallströme im Griff hat, zahlt weniger dafür. Und wer weniger wegwirft, muss weniger nachkaufen: weniger Verpackung, weniger Paletten, weniger Ersatzware.

Abfallmanagement im Unternehmen ist Teamarbeit

Ein nachhaltigeres Lager entsteht nicht durch eine Anweisung von oben. Es entsteht, wenn jeder Mitarbeiter weiß, warum getrennt wird und wie. Erklären Sie den Sinn, zeigen Sie die Trennstation, und schulen Sie neue Mitarbeiter gleich am ersten Tag. So wird Abfallmanagement im Unternehmen Teil der Arbeitskultur und nicht eine weitere Regel auf dem Aushang.

Ist Abfalltrennung für Unternehmen Pflicht?

Ja. In Deutschland regelt die Gewerbeabfallverordnung (GewAbfV), dass Betriebe ihre Abfälle getrennt sammeln. Dazu gehören unter anderem Papier und Pappe, Glas, Kunststoffe, Metalle, Holz, Textilien und Bioabfälle. Die Trennung muss dokumentiert werden. Ziel ist, dass möglichst viel Material wiederverwertet wird und möglichst wenig als Restabfall endet.

Ihre Kommune oder Ihr Entsorger kann zusätzliche Vorgaben machen. Verstöße können ein Bußgeld nach sich ziehen. Es lohnt sich also, die Regeln für Ihren Standort zu kennen: Sie arbeiten nachhaltiger und vermeiden Ärger.

Wer Waren verpackt verschickt, hat außerdem mit dem Verpackungsgesetz zu tun. Wer verpackte Ware erstmals in Verkehr bringt, muss sich im Verpackungsregister LUCID registrieren. Das betrifft vor allem die E-Commerce Logistik, wo jede Sendung einen Karton und Füllmaterial bedeutet.

Der Abfallkreislauf im LagerAbfallmanagement im Lager: Kreislauf von Wareneingang über Abfalltrennung in farbige Behälter und Wiederverwendung von Paletten bis zum Versand, gesteuert durch ein LagerverwaltungssystemWareneingangKartonagen, Folie, Palettenfallen anWiederverwendungPaletten und Mehrwegboxenzurück in den UmlaufVersandpassende Kartongröße, wenigerFüllmaterialTrennstationfarbige BehälterPapier/PappeKunststoffHolz/PalettenRestabfallLagerverwaltungssystem:richtiger Bestand, ältereWare zuerstabgelaufene Ware

Seitlich wischen, um die ganze Abbildung zu sehen.

Abbildung 1 — Der Abfallkreislauf im Lager

Abfallvermeidung: der größte Hebel

Der beste Abfall ist der, der gar nicht entsteht. Abfallvermeidung beginnt beim Einkauf und bei der Verpackung.

  • Verpackung bewusst wählen. Kartons in passenden Größen brauchen weniger Füllmaterial. Lieferanten, die mit weniger Folie liefern, sparen Ihnen Entsorgung.
  • Mehrwegverpackung nutzen. Mehrwegboxen für feste Lieferbeziehungen, zum Beispiel zur Filiale oder zum Stammkunden, ersetzen Einwegkartons.
  • Paletten wiederverwenden. Intakte Paletten gehen zurück in den Umlauf, beschädigte werden repariert oder sortenrein als Holz entsorgt.
  • Bestand im Griff haben. Ware, die zu lange liegt, veraltet, läuft ab oder wird beschädigt. Dann wird aus Bestand Abfall.

Der letzte Punkt wird oft unterschätzt. Ein Lagerverwaltungssystem zeigt, was wo liegt und wie viel davon da ist. Damit wird nicht doppelt bestellt, was eigentlich schon im Regal steht. Bei Ware mit Mindesthaltbarkeitsdatum sorgt das System dafür, dass immer die Ware zuerst rausgeht, die am frühesten abläuft. Das nennt man FEFO. Mit der Chargenverwaltung sehen Sie zu jeder Chargennummer, wann sie abläuft und wo sie liegt. So wird weniger Ware aussortiert und weggeworfen.

Recycling und Wiederverwendung

Was trotzdem anfällt, sollte so sauber wie möglich getrennt werden. Papier, Glas und Kunststoff lassen sich nur dann gut recyceln, wenn sie nicht mit Restabfall vermischt sind. Sortenreine Wertstoffe sind in der Entsorgung zudem oft günstiger als gemischter Gewerbeabfall.

Bewährt hat sich eine feste Trennstation an jeder Stelle, an der viel Abfall entsteht: im Wareneingang, wo ausgepackt wird, und am Packplatz. Farbige Behälter mit klarer Beschriftung helfen den Mitarbeitern, ohne Nachdenken richtig zu trennen. Manche Betriebe kennzeichnen die Behälter zusätzlich mit Barcodes, um die Mengen pro Abfallart zu erfassen.

Technik, die beim Abfallmanagement hilft

Software und Technik machen das Abfallmanagement einfacher und messbarer.

Software: Bestand und Abläufe

Ein Lagerverwaltungssystem senkt den Abfall dort, wo er entsteht: im Bestand. Wer genau weiß, was da ist, kauft passender ein. Wer ältere Ware zuerst ausliefert, wirft weniger weg. Und wer beim Verpacken Fehler vermeidet, muss weniger Sendungen neu packen. BizBloqs bietet dafür eine Waagenanbindung: Das Gewicht wird beim Verpacken erfasst und mit dem erwarteten Gewicht verglichen. Fehlt etwas im Paket, fällt es auf, bevor es das Haus verlässt, und nicht erst als Retoure mit neuem Karton.

Sensoren an Behältern

Es gibt Abfallbehälter mit eingebauten Sensoren, die melden, wenn sie voll sind. Dann wird geleert, wenn es nötig ist, und nicht nach festem Plan. Überquellende Container gehören damit der Vergangenheit an. Das ist eine Lösung der Entsorgungsbranche, keine Funktion eines Lagerverwaltungssystems.

Fahrzeuge und Geräte

Auch die Hardware zählt. Elektrische Stapler und Flurförderzeuge verkleinern den ökologischen Fußabdruck des Lagers. Wer beim Ersatz alter Geräte auf umweltfreundliche Technik setzt, verbessert seine Nachhaltigkeit insgesamt, nicht nur beim Abfall.

Nachhaltig und effizient mit BizBloqs

Nachhaltigkeit und Effizienz gehören zusammen. Ein Lager mit genauem Bestand, klaren Abläufen und sauberer Abfalltrennung wirft weniger weg und gibt weniger aus. BizBloqs ist das Lagerverwaltungssystem, das den Bestand genau hält, ältere Ware zuerst ausliefert und Fehler beim Verpacken früh erkennt. Damit liefern wir die Grundlage für ein Abfallmanagement, das sich im Alltag trägt.

Zwei Fragen zu Ihrem eigenen Lager

  • Was landet bei Ihnen am häufigsten im Container: Verpackung, Paletten oder abgelaufene Ware?
  • Wie viel Ware haben Sie im letzten Jahr aussortiert, weil sie zu lange lag?

Was ein genauer Bestand für Ihr Lager bedeutet, können Sie mit dem ROI-Rechner anhand Ihrer eigenen Zahlen abschätzen.

Sie möchten sehen, wie BizBloqs Ihren Bestand genau hält und weniger Ware im Container landet? Demo buchen

Häufig gestellte Fragen

Ist Mülltrennung für Unternehmen Pflicht?

Ja. In Deutschland verlangt die Gewerbeabfallverordnung, dass Betriebe ihre Abfälle getrennt sammeln, etwa Papier und Pappe, Glas, Kunststoffe, Metalle, Holz und Bioabfälle, und die Trennung dokumentieren. Ihre Kommune oder Ihr Entsorger kann zusätzliche Vorgaben machen.

Warum ist Mülltrennung wichtig?

Getrennte Stoffe lassen sich recyceln, statt auf der Deponie oder in der Verbrennung zu landen. Für das Lager heißt das auch: Sortenreine Wertstoffe sind in der Entsorgung oft günstiger als gemischter Gewerbeabfall.

Was hat ein Lagerverwaltungssystem mit Abfallmanagement zu tun?

Der meiste vermeidbare Abfall im Lager entsteht durch Ware, die zu lange liegt, abläuft oder beschädigt wird. Ein Lagerverwaltungssystem zeigt Bestand und Lagerort genau und sorgt dafür, dass ältere Ware zuerst rausgeht. So wird weniger aussortiert und weggeworfen.

Wie fange ich mit Abfallvermeidung im Lager an?

Schauen Sie eine Woche lang in die Container: Was landet dort am meisten? Meist sind es Kartonagen, Folie und Paletten. Dort lohnen sich Mehrwegverpackung, wiederverwendete Paletten und passende Kartongrößen zuerst.

Teilen
BizBloqs auf LinkedIn folgen

Lager- und Auftragsmanagement in der Praxis: Kundenergebnisse, Release Notes und kurze Erfahrungsberichte aus dem laufenden Betrieb.

Seite folgen

Ähnliche Beiträge

Kennzahlen in der Logistik: 14 Zahlen, die zeigen, ob Ihr Lager Geld verliert

Kennzahlen in der Logistik: 14 Zahlen, die zeigen, ob Ihr Lager Geld verliert

Geld verlässt ein Lager selten durch ein großes Loch. Es sickert weg: ein paar Sekunden pro Pick, ein Palettenplatz, der bezahlt und halb leer ist, eine Retoure, die zweimal angefasst wird, ein Sicherheitsbestand nach Bauchgefühl statt nach der tatsächlichen Schwankung der Nachfrage. In der Gewinn- und Verlustrechnung taucht davon nichts als eigene Zeile auf. Diese 14 Kennzahlen in der Logistik machen es sichtbar.

Weiterlesen

Unsicher, welche Lösung zu Ihnen passt?

Gehen Sie die 18-Punkte-LVS-Anforderungscheckliste durch. Ihre Antworten weisen den Weg zu KMU, KMU+ oder Enterprise.

Checkliste abrufen

Bereit, BizBloqs an Ihrem eigenen Prozess zu sehen?

Buchen Sie eine Demo: Wir gehen Ihren Lager- und Auftragsfluss von Anfang bis Ende durch – Wareneingang, Lagerung, Kommissionierung, Versand, Retouren – und sagen Ihnen ehrlich, was BizBloqs verändern würde.

Zwei Fragen zu Ihrem eigenen Betrieb

Demo buchen